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Augenzentrum Eisenhüttenstadt: Neues Modell der augenärztlichen Gesundheitsvorsorge

(c) Bernd Geller
Mit der Eröffnung des Augenzentrums Eisenhüttenstadt geht ein neues Modell der Patientenversorgung an den Start: Die Praxis hat eine Vorreiterrolle inne — sie ist technisch einzigartig ausgestattet und vernetzt, um die augenärztliche Versorgung der Bevölkerung nahe der polnischen Grenze zu verbessern. Die konzertierte Patientenversorgung durch die beteiligten Augenspezialisten minimiert Warte- und auch Fahrtzeiten für Termine beim Augenarzt und sorgt dafür, dass Augenkrankheiten früher entdeckt und schneller behandelt werden können. Als Ergebnis entstehen weniger gesundheitliche Folge- und Spätschäden. 
Noch ehe der Testbetrieb am 1. Oktober 2019 aufgenommen wurde, signalisierten regelmäßige Terminanfragen das große Interesse der Menschen in Eisenhüttenstadt. Für die Betreiber des Augenzentrums ein wichtiges Indiz, dass ihr Angebot dringend benötigt wird. Augenoptiker und Optometrist Peter Haubold-Kretschmer sowie die beiden Augenärztinnen Dr. Anne Wildeck und Dr. Uta Sterzinsky möchten die augenärztliche Unterversorgung in der 27.000 Einwohner zählenden Stadt mit dem am 1. November startenden offiziellen Betrieb des Augenzentrums spürbar reduzieren. 
 
Neue Anlaufstelle für nicht versorgte Patienten 
„Warum muss eine ganze Stadt fahren, um einen Termin beim Augenarzt zu bekommen“, fragte sich Haubold-Kretschmer, der zwei seiner vier Augenoptik-Geschäfte in Eisenhüttenstadt betreibt. Seine Kunden mussten immer öfter mindestens die mehr als 30 Autominuten nach Beeskow zurücklegen, um sich dort in der Praxis von Dr. Wildeck und Dr. Sterzinsky augenärztlich untersuchen zu lassen. Zwar gibt es in Eisenhüttenstadt noch eine praktizierende Augenärztin, doch die Unterversorgung kann sie alleine nicht auffangen. „Das möchten wir ändern. Etwa ein Drittel unserer Patienten in Beeskow kommt aus Eisenhüttenstadt“, sagt Dr. Anne Wildeck, die sich mit ihrer Kollegin die täglichen Anwesenheitszeiten in Eisenhüttenstadt teilt. „Die Patienten werden sehr schnell bemerken, dass die vorbereitenden Untersuchungen im Augenzentrum genauso kompetent erledigt werden wie in unserer Praxis.“ 
Das neue Augenzentrum soll die erste Adresse werden für die Eisenhüttenstädter. Haubold-Kretschmer kümmert sich als Praxismanager mit einer weiteren Optometristin um die Patienten, versorgt sie optometrisch und untersucht sie vorbereitend, wenn eine Ärztin konsultiert werden muss. Die Optometristen sind eine Art Lotsen: sie filtern die Patienten heraus, die ohne Befund nicht zwingend beim Ophthalmologen vorstellig werden müssen. Und sie schaffen den Patienten mit (möglicherweise bislang unerkannten) akuten Augenproblemen einen direkten Weg zu einer der Ärztinnen. Die beiden Medizinerinnen werden unabhängig von ihrem Aufenthaltsort auch an den beiden anderen PraxisStandorten in Echtzeit mit den relevanten Patientendaten versorgt: um die Messwerte zu interpretieren, Diagnosen zu stellen und das weitere Vorgehen zu bestimmen. Dafür sorgt die technische Ausstattung des Augenzentrums und in erster Linie eine erstmalig in Deutschland eingesetzte Software der Firma Topcon Deutschland Medical GmbH.
 
Herstellerunabhängige digitale Vernetzung
Die digitale Vernetzung mittels Harmony RS verbindet die 24 technologisch hochmodernen Mess- und Prüfgeräte im Augenzentrum mit 15 weiteren ophthalmologischen Messgeräten in den Augenarztpraxen. Diese herstellerunabhängige, cloudbasierte Verknüpfung verschiedener Techniken und Systeme sorgt für ein direktes Feedback der Augenärztinnen und verringert damit Wartezeiten der Patienten auf Therapie-Empfehlungen oder Termine. Zudem versetzt Harmony RS auch die beiden ans Netzwerk angeschlossenen augenoptischen Betriebe Haubold-Kretschmers in Eisenhüttenstadt in die Lage, eine Vorsorge auf diesem hohen Niveau für ihre Kunden zu betreiben. Das kann die Versorgungssituation noch einmal zusätzlich entspannen. 
 
Das Augenzentrum Eisenhüttenstadt zeichnet sich durch seine aufwendige technologische Ausstattung aus. Die installierte Software ermöglicht einen Arbeitsablauf zwischen den Augenexperten, der die Augenärztinnen entlastet und die Patienten zeitnah optometrisch und ophthalmologisch versorgt. Den Betreibern ist bewusst, dass sie mit dem Augenzentrum zu Pionieren in der deutschen Augengesundheitsversorgung werden: „Diesen Fortschritt wollen wir unbedingt – zum Wohle der Patienten“, erklärt Dr. Anne Wildeck stellvertretend für das Praxisteam. 
Sie benennt damit eine Entwicklung, die auch Topcon Deutschland Medical konsequent verfolgt. „Unser Bekenntnis zu einer hohen Qualität unserer Produkte wird sich nicht ändern, aber wir als Topcon werden lösungsorientierter, vernetzter und digitaler. Wir möchten unseren Kunden helfen, die bestmögliche Versorgung anzubieten – und das geht nicht ohne vernetzte Lösungen. Das Augenzentrum in Eisenhüttenstadt ist eine Blaupause für die Zukunft, wir freuen uns, die beiden Augenärztinnen und die Patienten dort mit unserer Software-Lösung unterstützen zu können“, erklärt Dirk Dembski, Geschäftsführer Topcon Deutschland Medical.
 
Foto (c) Bernd Geller
v.l.: Robert Habel (Topcon), Dr. Anne Wildeck, Peter Haubold-Kretschmer (Augenoptiker und Optometrist), Dr. Uta Sterzinsky, Dirk Dembski (Topcon)

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